Jemand prügelt exzessiv aber rhythmisch auf eine drum-machine ein. Mein Herzschlag. Ich liege, lausche und nehme noch einen Schluck Kaffee. Ich denke: “Oh boy, Herz, du bist ja voll drauf. Das ist doch nur Koffein”. Es drummt hemmungslos weiter. Ich interpretiere das als Warnung. “Gib dich nicht soviel mit Mifti ab.” Zwangsweise kommt also das ganze Thema auf und schafft es auch hier in den Blog. Hand in Hand mit der Frage was für ein Charakter ich wohl in der Welt von Axolotl Roadkill wäre. Ein langweiliger wahrscheinlich. Wenn Koffein mich schon platt macht. Zweifelsohne langweilig. Mifti ist die Protagonistin des Buches, das seit Wochen sowohl die Feuilletons als auch die hashtags dominiert. Erst weil es alle so gut fanden und jetzt weil keiner mehr weiß ob er es gut finden kann. (wenn du diesen Link anklickst weil du nicht weisst worum es geht, ist mein blog ganz offensichtlich das Einzige was du liest und ich liebe dich). Ich will weder eine Debatte über die Legitimität irgendeiner herbei gedichteten Remix-Kultur führen, noch das Abschreiben von Helene Hegemann verteidigen. Intertextualität bedeutet sicher nicht, dass man manche Zitatgeber nennt und andere nicht. Sie hat Scheisse gebaut. Aber ES IST EIN GUTES BUCH. Ja. Ich lese es wahnsinnig gerne. Es bringt mich zum Lachen, es ekelt mich, es lässt mich rätseln, es gibt Antworten. Und selbst der bestohlene Airen sieht das so. Es ist einfach nur ignorant und engstirnig Axolotl Roadkill jetzt ALLES abzusprechen. Diese ganzen neidgeschwängerten Texte, die sich überhaupt nicht um das Buch drehen, sondern nur darum, dass man dem Hype ja schon Anfangs nicht getraut hätte und bla. FUCKIN BLA. Was ich in diesem Post eigentlich sagen wollte, weiß ich gar nicht mehr. Wahrscheinlich einfach nur, dass nicht immer alles so einfach ist. Man kann ja auch die Autorin scheisse finden und das Werk anerkennen. Ich muss jetzt los, Basketball, und ich hab Angst, weil ich nicht weiß was nach der drum-machine kommt.