Archiv für Januar 2010

ps22 chorus.

Samstag, 30. Januar 2010

Hier der Kontrastpost zu “I hate you”. Ich höre jetzt schon seit einer Stunde New Yorker Grundschülern beim Singen zu. Der PS22 Chorus ist der Schulchor einer öffentlichen Grundschule in Staten Island und dank youtube der wahrscheinlich Bekannteste der Welt. Die Meisten Videos haben Millionen Klicks und im Wikipedia-Eintrag über den Chor kann man nachlesen, dass der sympathische Lehrer Gregg Breinberg heißt und mit den Kindern sowohl moderne Popsongs als auch eigene Stücke umsetzt. Es ist unbeschreiblich wie gut sie sind und es ist so schön zu sehen wie sehr die Kids auf die Musik abgehen. Es fällt schwer Favoriten zu wählen aber hier meine Lieblingsstücke.

Empire State of Mind. BAAAAM. Unfassbar wie sehr ALLE es fühlen und der Rap ist einfach nur bombastisch abgeklärt.

Just Dance. Ich kann nicht glauben, dass das Grundschüler sind. So viel Talent, so viel Hingabe.

Run this Town. Das Original gibt nicht viel her, aber das ist einfach nur wunderbar. Die Tempowechsel? CRAZY.

i hate you.

Samstag, 30. Januar 2010

Eben bin ich meinem Hass-Nachbarn begegnet. Der Hass hat eine lange Tradition. Meine Kindheit spielte sich zu großen Teilen vor seinem Haus ab, dort liegt nämlich der “Dorfgemeinschaftsplatz” (sowas braucht ein Dorf wenn es sich wirklich ernsthaft für den “Dorf des Jahres”-Preis bewerben möchte). Es ist ein schöner Platz und wir haben ihn lebendig gemacht. Das war gut. Aber dieser Nachbar war der Feind. Hat uns immer angemacht, weil er kein Leben hatte und Kinder hasste. Irgendwann war unsere Kindheit dann vorbei. Und der Nachbar wurde richtig krank. Keiner wusste was er hat, nur, dass es ernst war. Ich vergaß ihn.
Bis ich ihn heute wieder traf. Vor seinem Haus. Es scheint ihm besser zu gehen. Er ist immer noch eine Bitch.
Ich registrierte ihn schon von weitem und legte mir einen aufrichtigen, ernst gemeinten Gruß zu Recht. Ich sah ihn an während ich auf ihn zuging, bereit für meine netten Worte. Ich sah ihn an während ich direkt an ihm vorbei ging, doch er blickte nur demonstrativ auf den zugefrorenen Boden. Das Geräusch des zerberstenden Eises unter unseren Füßen zerschnitt die Stille und war gleichzeitig das Geräusch meiner explodierenden Verachtung. Ich sah ihn nicht mehr an während ich lautlos “FUCKKKK YOU” schrie. Nach dieser Begegnung stürzte ich in ein Gedankenmeer aus peitschenden Wellen des Hasses. Ich hasse alle Menschen, die so sind wie mein Nachbar. So ignorant, so kleingeistig und unfreundlich. Solche Menschen sind das Problem. Menschen, die sich in den Stadtrat wählen lassen, um durchzusetzen, dass auf einem Steinbolz- und Basketballplatz nur bis 17 Uhr gespielt werden darf und am Wochenende gar nicht. Menschen, wie den “Gray Ghost”, die bunte Graffitis grau übermalen, egal wo, weil sie meinen Graffitis tragen zu Kriminalität bei (zum Glück gibt es Banksy). Menschen, die kulturprägende Orte wie den Tresor oder jetzt den Mauerpark durch immer gleiche Büro-, Wohn- und Shoppinggebäude zerstören. Menschen, die ihre Einfahrten mit Bändern absperren damit keiner ein paar Meter ihres Grundstücks zum Wenden nutzen kann. Menschen, die bei MC-Donalds eine BILD dazu bestellen. Maaan, ihr habt nicht verstanden worum es geht. Hört auf eure Armseligkeit mit Unfreundlichkeit zu kaschieren. Hört auf anderen Dinge zu nehmen, weil ihr neidisch seid, dass ihr sie nicht begreift. Fuck you.
(ich bin jetzt sehr ausgeglichen)

Disclaimer: Um meine Street Credibility zu schützen, ich bin kein DORFKIND.

2010 is daft. (fake update)

Donnerstag, 28. Januar 2010

Es gibt viele Sachen auf die ich mich in 2010 freue. Filme, Musik und Filmmusik. Denn schon seit längerer Zeit steht fest, dass die freshsten Robots auf diesem Planeten ein neues Album machen werden, den Soundtrack für das spektakuläre Remake von TRON.Daft Punk kehrt zurück. Man weiß nur nicht wann. Einen offiziellen Filmstart von TRON scheint es noch nicht zu geben, geschweige denn ein Datum für die Veröffentlichung des Albums. Also sitze ich wie ein Junkie vor meinem Bildschirm, ziehe mir jedes Gerücht rein als wäre es eine frische Line, nur um dann zu merken, dass es Puderzucker war. Als erstes kamen gefakte Tourdaten, dann FRAGILE, ein geiler Track, der aber schnell offiziell als Fake abgetan wurde und jetzzzzzzzzzt CRASH
Es ist noch nichts bestätigt, man ist wieder der Junkie mit dem Puderzucker, zumal solche Fakes zuletzt häufig vorkamen (new justice!?), aber mir ist es auch egal. Das ist ein wunderbar atmosphärischer Track und ich bin sofort in dieser dunkel-futuristischen TRON-Welt wenn ich ihn höre. Er lässt sich Zeit aber das kennen wir auch von DP. Taucht mal ein.

Das ging schnell. Habe heute nochmal nachgesehen und irgendwo den Verweis auf die myspace-page von PILOTPRIEST gesehen. “Body Double” ist dann auch gleich der erste Track. Schade. Aber mich flasht er trotzdem weiterhin und die anderen PILOTPRIEST-Sachen wissen auch zu gefallen. Ziemlich gute Promo für den Kanadier. Bleibt die Frage wer diese ganzen Fakes inszeniert. Naja. Puderzucker.

mexican cartman kills it.

Dienstag, 26. Januar 2010

ein zusammengestolperter post.

Dienstag, 26. Januar 2010

Du bist Kunststudentin. Mit deiner Klasse und dem von dir verehrten Prof besucht ihr das Metropolitan Museum of Art in New York. Du bist sehr glücklich, weil das so ein bedeutender Ort ist und weil dich die ganze Kunst so sehr inspiriert. Also stolperst du und zerreißt ein bedeutendes Gemälde, einen Picasso, im Wert von ca 143 Millionen Dollar. Es ist so ein Moment indem es sich entscheidet. Indem du zerbrichst oder eben nicht. Wenn man sich auch schon einmal so richtig geschämt hat dann weiß man, dass diese Frau jetzt ein anderes Leben führt. Dieser Moment indem alle Augen auf ihr ruhten, die Security angesprintet kam, wird ihr immer im Gedächtnis bleiben. Wahrscheinlich wird sie nie wieder ein Museum betreten. Vielleicht wird sie ihr Studium beenden weil sie für ihre Kommilitonen nur noch “that girl who killed pablo” ist. Vielleicht macht sie den Moment aber auch zum Mittelpunkt ihrer eigenen Kunst. Auf jeden Fall ist ihr Leben jetzt voll neuer Energie und Impulse und es liegt nur an ihr was sie draus macht. Also hör auf immer mit offenen Augen durchs Leben zu gehen. Stolper einfach mal den Weg entlang. Vielleicht knallst du in ein Picasso-Gemälde, in deine nächste Beziehung oder in die Idee deines Lebens. Zufall man. Der Kunstrestaurator sagt jedenfalls, dass Picasso wieder wird. Der hätte sich auf jeden Fall darüber gefreut, dass seine Kunst ein Leben verändert.

P.

Sonntag, 24. Januar 2010

Ich weiß, dass die Wenigsten von euch dieses Video ansehen werden. Einfach weil es so verdammt lang ist. Aber das hier ist auch nicht weniger als das Wort zum Sonntag. Gesprochen von einem der einflussreichsten Köpfe der Popkultur. Pharrell Williams. Das Billboard Magazine hat ihn jüngst zum “Producer of the decade” gekürt. Aber egal wie erfolgreich er mit seiner Musik ist, im Schaffensdrang von Skateboard-P ist sie nur eine Idee von Vielen, die umgesetzt werden will. Wenn man ihn über seine unzähligen Projekte sprechen hört, über die Art wie er mit Ideen umgeht, dann möchte man sich “JUST DO IT” auf die Stirn tättowieren. (verspürt auf einmal den Drang sich neue Sneaker zu kaufen und versteht in diesem Moment warum das einer der besten Claims aller Zeiten ist) Einfach nur machen, kreieren, erschaffen, denken, leben. Haaaaaaaaaaach.

musik ist die lösung.

Dienstag, 19. Januar 2010

“Und wenn du denkst es geht nicht mehr, dann kommt von irgendwoher diese Mucke her”. Leute, tut mir Leid aber Jan Delay hat einfach Recht. Vor zwei Stunden war ich am Boden, zerdrückt von meinen Ansprüchen, deprimiert wegen meiner Zukunft, beschämt wegen dem was ich da grad fabriziert hatte. Und dann kommen The XX und Nosaj Thing, beide sehr geübt im Umgang mit meinen Glücksgefühlen und setzen mir ein gemeinsames Stück vor. Nosaj hat “Islands” geremixt. Es ist genauso grandios wie diese Konstellation erwarten lässt. Unermüdlicher Repeat. Oben drauf noch der Nosaj-Remix von einem meiner liebsten Radiohead-Songs, den ich auch erst heute entdeckt habe.

“me and the devil walking side by side”

Samstag, 16. Januar 2010

So dunkel, so düster, zeigt dieses Video die Dämonen der Nacht, die Verteuflung der Jugend. Atmet die Luft des New Yorker Undergrounds. Gil Scott-Herons Gesang fährt mir durch Mark und Bein und ich freu mich auf die Nacht. Weil in der Dunkelheit soviel Wahrheit begraben liegt und man auch mit dem Teufel ziemlich gut Party machen kann. Danke, MC.

ein liebesgedicht. lolzzz.

Samstag, 16. Januar 2010

Twitter zwitschert,
Buchstaben sind verbittert.

Kabinett der Belanglosigkeiten,
Social-Media-Helden die über Google streiten.

Lebensweisheiten in 140 Zeilen,
follow, unfollow, retweet, am Image feilen.

Der Feedreader eskaliert,
die Blogs sind voll, schnell checken was passiert.

Trollgebrüll,
Meinunugsmüll.

Link-Empfehlungs-Altruismus,
andere schimpfen: SEO-Faschismus.

Oh, schon wieder ein Fotografen-Portfolio,
die Bilder sind soo fresh, ich weiß nur nicht wieso.

So einen Text schreib ich jetzt auch MAN,
nur noch schnell youtube, aaach, mach ich morgen dann.

So viel gesehen, ich bin so inspiriert,
doch das digitale Blatt bleibt weiß, wieder nichts kreiert.

you make me, you break me,
I hate you when I hate me,
internet, your a part of what I be.

krise.

Mittwoch, 13. Januar 2010

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Krise. Überall. Krise hier im Blog. Fuckinavatarvideoalibiposts. Krise wegen Daisy. Die Angst im Internet eingeschneit zu werden, festzusitzen, nicht mehr rauszukommen und dann da nachts rumhängen zu müssen. Mit all dem Bösen. Mit Al Qaida und Trollen auf Koffeinflashs. Zeit ist auch Krise. Mein Post, mein Entwurf, vor ein paar Tagen getippt, mit einigen tagesaktuellen Verweisen versehen, funktioniert schon nicht mehr (Meine Kommaschwäche ist auch Krise. verdammt) Nicht mehr aktuell. Aktualität ist was fieses. Vergänglichkeit eben. Deshalb muss man auch den Moment leben, denn das Leben ist kurz und jeder Tag könnte dein letzter sein und wenn du nicht gelacht hast war er sowieso verloren. Hört auf die StudiVZ-Philosophen man. Deshalb bin ich auch gestern nach Hamburg gefahren, gegen alle Widerstände. The XX in der Fabrik. Und es hat sich auch sehr gelohnt. Obwohl sie nur zu dritt waren (?) und die Sängerin eine kleine Stimmenkrise hatte. Sie ersetzte das Bier ziemlich schnell durch Tee. Aber es hat nicht gestört, keine wirkliche Krise also. Die bekam ich allerdings bei der Zugabe, weil zwei Zuschauerinnen mein Ohr zu ihrem Austausch der Belanglosigkeiten eingeladen hatten. Die redeten echt sehr laut, über die Musik hinweg, über irgendeinen Typen den die eine nach solanger Zeit mal wieder getroffen hat und bla und das die ja früher mal voll lange telefoniert hatten, so 90 Minuten. Und ich konnte das einfach nicht begreifen. Sie waren echt lauter als die Musik, es war doch ein Konzert und einer meiner liebsten Songs. Und irgendwann trat ich der Krise dann in den Arsch, drehte mich um und sagte Dinge. Ich erntete ein Danke von schräg rechts und die Belanglosigkeiten sahen ein, dass sie sich verpissen mussten. Danach fühlte ich mich unfreundlich und nach einer Minute war das Konzert vorbei. Aber eigentlich meckere ich jetzt nur, um irgendwie meinen Post zu retten und meinen Blog. Denn jede Krise bereitet auch den Nährboden für die Saat neuer Chancen und Möglichkeiten, denn die Normalität ist nicht mehr als eine Straße auf der man gut gehen kann, aber die Blumen, die wachsen eben im Internet (frei nach Van Gogh).