Archiv für Dezember 2009

passionate.

Samstag, 26. Dezember 2009

Es ist mir egal, dass mich der Hype wiedermal mit etwas Verspätung erreicht. Wie damals bei The XX bin ich schon mehrere Male an Passion Pit vorbeigelaufen. Aber ich blieb nie stehen. Erst das grandiose Video zu the reeling, das meinen Kopf packte und mit voller Wucht gegen die Klangwände von Manners(das aktuelle Album) schmetterte, ließ mich erkennen wie gut mir diese Band gefällt. Den Sound der Bostoner kann man als eine Mischung aus Postal Service, MGMT und Empire of the Sun bezeichnen. Ein leicht quietschender Gesang hüllt sich in von Synthies dominierte Melodien. Leicht zugänglich, sehr eindringlich, mehr als verträglich. Und dann auch noch eins der besten Videos des Jahres. Sie haben mich.

ein schulvideo.

Montag, 21. Dezember 2009

Ziemlich großartig.

Die Hintergründe auch in Videoform. Wegen Weihnachten und so.

Verner Panton.

Sonntag, 20. Dezember 2009

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Heute hat mich Kanye West in seinem Blog auf Verner Panton gestoßen. Panton war ein dänischer Designer, Innenarchitekt und Stoner, so viel ist sicher. Denn seine Arbeiten beschreibt man am Besten mit dem Adjektiv psychedelisch. Diese Raumkonstruktionen, die Formen und Farben sind ja ein einziger Trip. Ein sehr schöner. Ich vermute, dass seine Kunden hauptsächlich vermögende Hippies waren, für die er die Gefühlswelten von Woodstock, Flowerpower etc. in Möbel bannte und konservierte. Das meiste stammt aus der Zeit um 1970. Ich glaube die Welt wäre ein besserer Ort wenn jedes Haus mindestens einen abgespacten Raum im Pantonischen Stil hätte. Heute ist gutes Design ja meist weiß, kantig, hypermodern und dabei oft einfach nur emotionslos. Ich feiere diesen Stil auch des Öfteren ab, aber manchmal funktioniert es einfach nicht. Manchmal ist es so beliebig und dadurch so egal. Was schlimmeres kann Design nicht passieren. Welchen Wert hat ein Raum, eingerichtet wie ein Raumschiff der NASA, indem man aber nichts fühlt, weil keine Emotion drin steckt, alles nur clean und futuristisch ist? Bei Panton ist es anders. Egal ob mans grässlich findet oder wunderbar, man fühlt es.
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Mehr Bilder nach dem Sprung. (weiterlesen…)

irgendwie so wirds gewesen sein.

Samstag, 19. Dezember 2009

“Okay, Rihanna, deine nächste Single wird hard sein. Weisst du, die Leute brauchen das jetzt. Du musst zurück in die Köpfe, wir müssen diese Chris-Brown-Scheisse endlich vergessen machen. Die Leute müssen in dir wieder die Pop-Diva sehen, die Unerreichbare, die Coole. Mitleid verkauft sich auf Dauer nicht. Und die Gaga macht uns echt fertig. Die ist überall. Die hat dich überholt. Also du musst das jetzt echt durchziehen. Du bist hard. That Rihanna reign just won’t let up , the hottest bit** in heels right here. Genau das sind die Zeilen die wir jetzt brauchen. Und wir brauchen was Kontroverses, so wie Gaga. Wir brauchen mehr Sex Rihanna. Wirklich. Du musst dich durchgedrehter anziehen. So wie die Gaga eben. Wir rufen ein paar Designer an, die sollen dir was Ausgeflipptes schneidern. Maaan, die Gaga hat McQueen, McQueeeen. Wir brauchen was wirklich abgefucktes für das Video. Also, Rihanna, würdest du deine Brüste zeigen? Also, jaa, nur so das es MTV noch zeigen kann, vielleicht einfach die Nippel abkleben? Super! Das wird ein gutes Video. Ja, wir haben schon Ideen. Wir machen Krieg. Ja, ich mein, was Härteres als Krieg gibt es nicht. Weisst du, du als Anführerin von den total harten Typen und du schreist sie alle zusammen, so, “That I, I, I, I’m so hard. Yeah, Yeah, Yeah, I’m so hard”. Und dann die abgeklebten Nippel. Maan, das wird gut. Du kriegst dann noch ne Maschinenpistole mit der du rumballerst, damit unterstreichen wir die Botschaft mit dem hart sein.. Ja, du willst nen Panzer? In Pink? Natürlich, kriegen wir hin. Vielleicht kriegen wir den irgendwie von der Army. Die wissen das zu schätzen wenn man die coolen Seiten des Krieges zeigt. Ich kümmer mich darum. Und dann, Rihanna, so die coolste Idee mit, ja ja, von mir, aber weisst du, du rennst durch die Wüste in einem ziemlich abgespacten Outfit, so richtig sexy gemacht und dann gehen überall um dich herum die Mienen hoch. Aber dich stört das überhaupt nicht. Du bist eben sooo hard. Also wenn das nicht funktioniert dann weiß ich auch nicht. Ach, und selbstverständlich haben wir auch noch ein paar Explosionen. Jaa, sind schon bestellt. Ist doch Krieg, da fliegen Sachen in die Luft. Also, Ri, wir kriegen das hin, Gaga kann einpacken. Ich meld mich nachher nochmal wegen dem Panzer. Jaa. Ok. Ciaoi.”

Und was sagt sie zum Ergebnis? “Everything is surrounded around the idea of something military. We have tanks, we have troops, we’ve got helicopters, we’ve got explosions. We’ve got lots of cute outfits, lots of bullets. It’s crazy.” Oh mein Gott. Ich krieg mich kaum mehr ein.

(Ist das übliche Spiel mit dem Video. Ist immer mal wieder down oder nur in schlechter Qualität zu sehen. Werds updaten)

stimmige kontraste.

Freitag, 18. Dezember 2009

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Neulich haben Les Mads< das Mixtape a warmer wintour gepostet. Eine wunderbare Aneinanderreihung von Klängen aus verschiedensten Genres. Ein Song davon hat mich in besonderen Maße angesprochen Eyes On Fire von der Blue Foundation. Im Zeds Dead Remix. Diesmal ist das Bild aber nicht Erweiterung, sondern Analogie. Beides ist Rebellion und Sinnlichkeit, in sich kontrastierend und doch stimmig. Jaaaa, whateva. Geiler Song.

Bilder von Ellen von Unwerth.

avatar. ohne spoiler.

Freitag, 18. Dezember 2009

Alles an diesem Film ist gigantisch. Sein Budget, angeblich 500 Millionen Dollar. Seine Entstehungszeit, 15 Jahre. Seine Vision, die Grenzen des Kinos neu zu definieren. Und auch der Preis der Kinokarte, 12,50 Euro.
Unter solchen Umständen darf man nicht nur darauf hoffen, dass das Kino einen endlich mal wieder überwältigt, man muss es voraussetzen. Vor allem wenn der Regisseur mit dem Gigantischen schon seine Erfahrungen gemacht hat. James Cameron hat mit Titanic den erfolgreichsten Film aller Zeiten gedreht. 12 Oscars, 1,8 Milliarden Dollar eingespielt, gigantisch eben. Terminator (1 und 2) fällt in die Kategorie zeitloser Klassiker. Auch Alien – die Rückkehr darf getrost als herausragend bezeichnet werden. Und jetzt Avatar. 3D-Sci-Fi-Action.

3D, das wohl spannendste am ganzen Film. Die Hoffnung einer ganzen Branche, die Hoffnung das Kino endlich wieder zu etwas besonderen machen zu können, ein Ort an dem man Filme noch erlebt und Emotionen verspürt werden, die ein Laptop mit einem leicht verpixelten Bild eben nicht transportieren kann. Cameron ist demnach Pionier und Hoffnungsträger, hat für Avatar extra ein neues Aufnahmeverfahren entwickeln lassen und ist auch im Motion-Capturing-Bereich neue Wege gegangen. Und ja, Avatar hat optisch das Tor zu einer neuen Dimension aufgestoßen. Noch nie waren Effekte so unaufdringlich und Animation so real, so sauber, so makellos. Der Planet Pandora ist eine wunderbar fantastische Welt, die man am besten mit den Worten Katja Nicodemus aus der Zeit beschreibt:”Es ist als hätte Cameron die Schöpfungsgeschichte nochmal auf LSD geschrieben”. Wenn nachts der Wald in Neon-Farben erleuchtet, insektenartige Quallen durch die Luft schweben und Eichhörnchen-Vögel-Whatevers mit einem plötzlich aufpoppendem, rot strahlenden Propeller durch die Gegend flashen, dann möchte man sich in dieser Welt auf einen Ast setzen und eine von den schönen Pflanzen essen. Oder rauchen. Und auch die NaVi, die Ureinwohner, blau, 3 Meter groß und mit einem fashionablen Sinn für Neon-Farben, sehen wunderbar ästhetisch aus wenn sie durch die Bäume springen oder eine von ihren spirituell-weggetretenen Performances aufführen. Was also diese Ebene angeht, das Visuelle, das Eintauchen in diese Welt, ist dieser Film überragend. Ein Meisterwerk, das Maßstäbe setzt. Wie viel Einfluss 3D auf diesen Eindruck hat, lässt sich vermutlich nur herausfinden wenn man ihn sich nochmals in der normalen Version ansieht. Thesen will ich hierzu keine aufstellen.

Die Handlung, ohne hier irgendwas zu verraten, ist vorhersehbar und driftet oft ins Kitschige ab. Die Charakterzeichnung ist klischeeverseucht, und dramaturgisch verhält sich Avatar wie jeder beliebige 0815-Streifen. Und das ist wirklich schade. Denn obwohl diese Schwächen mich während des Guckens nicht aus der andauernden Begeisterung reißen konnten, denke ich im Nachhinein einfach nur: “Warum denn so simpel?”. Ich muss aber gestehen, dass Avatar der erste Film ist, bei dem ich wirklich soweit gegangen bin die Handlung für die Effekte zu ignorieren und daran Spaß zu haben. Stellte ich mich einst, von der Überlegenheit des Autorenfilms überzeugt, überheblich und pseudo-intellektuell, über diejenigen die von Transformers “wegen der Effekte” begeistert waren, muss ich heute sagen: Guckt Avatar wegen dieser unbeschreiblich überragenden Effekte. Und nur deswegen.

puppen-spiel.

Montag, 14. Dezember 2009

Man stelle sich vor jeder würde so eine Puppe haben, die die Gefühle auslebt, die man unterdrücken muss oder möchte. Ich stelle mir gerade eine langweilige Vorlesung in irgendeiner deutschen Uni vor. Alle Studenten hängen über ihren Blöcken, zwingen sich zuzuhören und unter den Tischen feiern die Puppen ein gigantisches Fest. Alle genauso bunt und durchgeknallt wie auf diesen wunderbaren Bildern. von reed and rader.

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luis und lucia.

Freitag, 11. Dezember 2009

wooaaah, flash, flash. Diese beiden zusammenhängenden Stop-Motion-Filme aus Chile habe ich bei der diesjährigen Illustrative in Berlin gesehen. Wie froh ich bin, dass sie jetzt bei youtube aufgetaucht sind. Ich war damals wirklich begeistert und bin es noch. Die Clips haben soviel Atmosphäre, sind so eindringlich und gut gemacht, dass das Gruseln eine wahre Freude ist. Auch wenn beide jeweils 5 Minuten dauern, guckt sie euch an. Sie sind so grandios. Unglaublich.

jean-michel.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Eine meiner Lieblingsszenen aus einem meiner Lieblingsfilme über einen meiner Lieblingskünstler. Basquiat, 1996, von Julian Schnabel

He says he’s jealous of the moon, because you look at it. He’s jealous of the sun, because it warms you. He says, “I feel you, even when I’m not feeling you. I talk to you when I’m not talking to you. I love you, even when I’m not loving you.”… you know I love you.

er fühlt es.

Mittwoch, 09. Dezember 2009

via