Archiv für November 2009

ich will raus hier.

Montag, 30. November 2009

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Illustrator Michael DeForge aka Kingtrash. Kanadier. via

träumer.

Samstag, 28. November 2009

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Wohin will ich? Wohin gehöre ich? Wohin lassen sie mich? Ich bin 20 und meine Zukunft liegt vor mir. Ganz nah. Ich spüre ihren Atem. Wenn ich den Blick nach vorne richte dann gucke ich ihr direkt ins Gesicht. Meistens lacht sie. Ausgelassen und einladend. Dann sieht sie aus wie eine Zukunft, die man sich wünscht. Aber manchmal schreit sie mich an. Lacht mich aus. Sagt: “Fick dich du verträumter Naivling”. Dann verprügelt Pessimismus Selbstwertgefühl. Optimismus will helfen, aber kriegt auch auf die Fresse. Dann stelle ich infrage was eben noch erstrebenswert erschien. Überdenke Ziele die ich eben noch klar formuliert habe. Dann beneide ich die Vielen dafür, dass sie so wenig vom Leben wollen. So wenig verlangen. “All i ever wanted was everything”. Lächerlich, aber so ist es. Realismus ist doch abgefuckt. Warum hat das Wort Träumer eine negative Konnotation? Wer träumt, der ist naiv, der ist dumm, der weiß nicht wie es läuft. “Tell me what you know about dreams, dreams?” und dann kriech zurück in den Arsch deines Chefs und red dir ein, dass es sich da ganz gut leben lässt.

Ich blicke nach vorn. Die Zukunft lacht wieder. Das hat gut geklappt.

das passt gut zu “abstrakt alles”.

Donnerstag, 26. November 2009

Was soll ich hierzu bloß schreiben? Guck dir dieses Video an wenn du entweder gerade high bist, überlegst dir einen HD-Fernseher zu kaufen, den Kopf von irgendwelchen beschissen Formeln befreien aber mit abstraktem Scheiss füllen willst, nichts besseres zu tun hast oder im Begriff bist high zu werden.

#3

Donnerstag, 26. November 2009

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Mal wieder so eine Verkupplung. Das Bild stammt von dem Fotokünstler William Hundley. Musik: Moderat – A new error.

lieblingsspielzeug.

Dienstag, 24. November 2009

Wir hatten alle einen roten Ballon. Vielleicht auch ein braunes Kuscheltier oder ein blaues Spielzeugauto. Pinke Barbies oder einen zerfetzten weißen Fußball. Dieses eine Ding, das wir mit uns rumschleppten, überall hin. Das uns wichtiger war als jedes Spielzeug der Welt. Sogar wichtiger als alle Hot Wheels Autos aus dem Otto-Katalog. Wer seins aus der Hand gab, dem war schon damals alles egal. Oder er war einfach ein viel zu nettes Kind. Ich wars nicht. Meins hieß Petty und war ein kleiner, brauner Bär. Vielleicht zehn Zentimeter groß. Mir war das egal. Er war der freshte Bär überhaupt. Bären müssen nicht groß sein. Kuscheltiere sowieso nicht. Eltern die ihren Kindern diese monströsen Tiere schenken, größer als das Kind selbst, wollen was kompensieren. Furchtbar. Irgendwer (nicht meine Eltern) hat mir damals auch so einen riesigen Pinguin geschenkt. Hat mich überhaupt nicht interessiert. Er war so groß wie ich und gelbgrün. Gelbgrün, what the fuck? Ich habe ihn immer nur verprügelt. Dazu war er perfekt. Petty habe ich niemals schlecht behandelt. Er war mein Boi. Sogar als ich eingeschult wurde noch. Auf unserer ersten Klassenfahrt ist es dann passiert. Beim Abendbrot fiel sein Kopf in meine Tasse. Die Lehrerin hat ihn wieder angenäht, aber Petty war nicht mehr derselbe. Und irgendwann lag er dann nur noch am Fußende meines Betts. Traurig. Aber so enden doch die meisten der Lieblingsspielzeuglieben. Man wird groß und will nur noch neu. Nintendo. Carrera Bahn. Lego. Alles haben, alles neu. Konsequent Kind ist man nur solange man ein Lieblingsspielzeug hat. Danach fängt die ganze Scheisse an. Man begreift was Tod wirklich bedeutet. Die Mathearbeit wird auf einmal benotet. Es geht nicht mehr darum was du für ein Lieblingsspielzug hast, sondern wie viele.
In diesem Fan-Video zu dem Grizzly Bear Song Two Weeks geht es um einen jungen der noch ein Lieblingsspielzeug hat. Einen roten Ballon. Das Video ist eine Hommage an den französischen Film le ballon rouge von Albert Lamorisse. Das Original erschien 1956 und ist hier in voller Länge zu sehen. (34 min) .

weil ich weiß, dass ihr heute farbe gebrauchen könnt. und weil die langen posts heute irgendwie nichts werden.

Montag, 23. November 2009

posterboy.

Samstag, 21. November 2009

Seine Galerie sind die Metro-Stationen New Yorks. Sein wichtigstes Arbeitsgerät ein Cutter-Messer. Seine Leinwände die zahllosen Werbeplakate. Vor etwa einem Jahr habe ich in der NY Times das erste Mal über ihn gelesen und verfolge seitdem seinen Flickr-stream. Poster Boy. Seine Mashup-Collagen sind lustig, kritisch, zynisch oder einfach nur ein bisschen bunter als die Werbung, deren Platz sie einnehmen. Denn das ist sein Hauptanliegen. Den öffentlichen Raum von der omnipräsenten Bedrängung durch die Werbung befreien. Zurückerobern. Verschönern.
Trendland veröffentlichte vor Kurzem Collagen, die angeblich von Posterboy stammen. Sie gefielen mir sehr, aber ich wurde etwas skeptisch, denn im Artikel wurde ein Philippe Deliere als Posterboy identifiziert und verlinkt. Der Link führte auf einen französischen Blog über Kunst und Design. Ich wurde stutzig. Posterboy wollte immer anonym bleiben. Verständlich, denn was er macht ist juristisch betrachtet nun mal Vandalismus. Ausserdem ist er in NY geboren, South Bronx, wieso sollte er also einen Blog auf französisch führen? Google wusste auch nichts, kannte nur viele Blogeinträge, die Trendland zitierten. Also kommentierte ich direkt unter dem Post. Die Autoren antworteten nicht, aber ein anderer, Pilippe Deliere. Er sei nicht Posterboy, aber ein großer Fan von dessen Arbeit. Trendland ist eine ziemlich große Seite, mit hohem Multiplikationsfaktor. Ziemlich enttäuschend wenn man dann solche offensichtlich falschen Infos aufgetischt bekommt. Auch als Blogger muss man recherchieren und das ganze erschien sofort unlogisch. Allerdings ist es egal ob die Collagen von Posterboy oder Philippe Deliere stammen, gut sind sie in jedem Fall. Es sind die Arbeiten von Deliere! Ab dem fünften Bild seht ihr eindeutige Posterboy-Arbeiten.
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fünf schöne jahre im leben einer wand.

Samstag, 21. November 2009

Ich wollte heute eher nichts posten, als wieder ein Video rauszuhauen. Ich wollte ein paar Brennnesseln beleidigen und dann bekämpfen. Ein paar Grashalme frisieren. Ein paar Äste auf sadistische Art und Weise durch einen Zerhexler jagen. Die Sonne grüßen. Und dem Maulwurf sagen, dass er ruhig weiter chillen kann, weil das hier kein konservativer Garten ist. So eine Mama-und-Papa-ich-tu-ja-was-Stunde eben. Aber dieses Video MUSS hier her. Ich liefere euch aus, einem harten Kontrast. Sprach ich eben noch von der Natur, werdet ihr gleich eintauchen in eine urbane Welt, mit anderen ästhetischen Idealen, die aber genauso faszinieren. Gefunden beim MC.

trickz.

Freitag, 20. November 2009

Erster Blick: Begeisterung. Wieder eine von diesen hyper-realistischen Skulpturen (unbedingt anschauen). Dann die Information: ein Fotograf, Enttäuschung. Photoshop!!? Dann ein weiteres Bild. Erkenntnis. Begeisterung.
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Der Fotograf heisst Florian Hildebrandt und wie ers gemacht hat, nach dem Klick. (weiterlesen…)

chamäleons.

Donnerstag, 19. November 2009

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Zufällig auf ein altes Editorial der Vogue gestoßen. Ziemlich genial. Wir spielen ja eigentlich alle ab und zu Chamäleon. Hüllen uns in die Meinung, die gerade im Büro des Chefs oder Professors herumhängt. Oder in die Mode, die gerade um uns herum gehyped wird. Manchmal ist das Schutz, manchmal Opportunismus, aber eigentlich immer ist es lächerlich.