Archiv für Oktober 2009

deckweiß.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Lasst den Track laufen, betrachtet die Bilder und ihr wisst in wie ich mich grad fühle. Ungewissheit legt sich deckend über den Optimismus, man kann jedoch die Anwesenheit des Letzteren immer wieder spüren.
Es war Zufall, dass die Bilder geöffnet waren als Reckoner lief. Aber in dem Moment war ich mir sicher, dass alle drei Elemente untrennbar zusammen gehören.
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tut nur weh.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Vorhin laß ich in einem Buch einen kurzen Absatz über einen Österreicher. Wolfgang Flatz ist sein Name und er macht performance. Es ging um eine Aktion in Stuttgart im Jahre 1979. Flatz stellte sich damals nackt in eine Galerie und ließ sich von den Besuchern bewerfen. Mit Dartpfeilen. Jeder der traf bekam 500 Mark. Mein Telefon bemühte wikipedia und ich traf auf einen beachtlichen Eintrag. Flatz ließ sich demnach auch schonmal in einen Teppich einnähen, der im Eingangsbereich eines Gebäudes platziert war, so dass eintretende Besucher gezwungen waren auf ihn drauf zutreten. Ausserdem hängte er sich mit den Füßen an der Decke auf, ließ sich die Hände fesseln und pendelte dann 5 Minuten zwischen zwei Stahlplatten. Ich dachte über all das nach. Dann trat ich auf den Schulhof. Um mich herum spielten Kinder. Manche sprangen über ein Seil, andere rannten einander hinterher und einige, die lautesten, spielten Krieg. Sicheren Schrittes ging ich zum größten Baum. Einer Platane. Ich pflückte eine der so genannten Nüsse. Rund, hart wie Stein und mit kleinen Spitzen übersäht. Ich ballte die Faust, drückte ganz fest zu. Es tat sehr weh. Ich stampfte zweimal mit dem rechten Fuß auf und sagte: “Kastanien sind viel cooler”. Es interessierte Niemanden. Flatz, verdammtes Genie.

jeremy enigk – mind idea

Montag, 26. Oktober 2009

Eines der besten Musikvideos seit langer Zeit. Kein großer Aufwand, keine große Inszenierung. Einfach nur ehrliche, freie Bilder. Die Stimmung ist greifbar. Jeder Shot ist makellos.

Mind Idea OFFICIAL Video from Eric Ulbrich on Vimeo.

peter bjorn and john.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Hier ist mein Soundtrack für diesen schönen Herbsttag. Peter, Bjorn and John mit der Akustik-Version von it dont move me. In meinen Ohren einer der besten Songs auf Living Thing. Und wie sehr ich auf dieses Klavier stehe kann ich gar nicht ausdrücken.

via

glasig.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Glasskulpturen. Kaum eine künstlerische Ausdrucksform ruft in mir mehr Gleichgültigkeit hervor. Doch die Arbeiten des Japaners Kohei Nawa finde ich sehr beeindruckend. Diese Absurdität des Ausstopfens aufzugreifen, zu abstrahieren und dann aus was Abstoßendem was Schönes zu machen, das poppt.

glas
glas
glas

motionblur.

Samstag, 24. Oktober 2009

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Manchmal blickst du dem wahrhaft Schönen direkt ins Gesicht und erkennst es nicht. Es ist getrübt durch den Alltag, der durch seine Routine diese Unschärfe über die Dinge legt. Alles rast an dir vorbei, du hast irgendein Ziel im Kopf, einen Termin, eine Verabredung und du musst dich zwingen stehen zu bleiben, um einfach mal die simple Schönheit eines wild-behangenden Wolkenhimmels zu genießen oder die verrückten Farbexperimente des Herbstes. Manchmal blickst du wahrer Kunst direkt ins Gesicht und erkennst sie nicht… Dieses grandiose Experiment habe ich bei Sara gefunden. Es sagt doch soviel über uns aus. Unglaublich.

“vorsicht, ein trend geht um”

Samstag, 24. Oktober 2009

“Gib den Tag nicht auf,” existiert so ein ähnliches Lebensmotto? Irgendwo auf dem Grabbeltisch der billigen Sprüche, neben “Carpe diem” muss das doch rumliegen. Am gestrigen Tag hätte ich mir sowas auf jeden Fall auf die Stirn geklebt. Morgens kam ich kaum aus dem Bett. Den ganzen Tag über belästigten mich Kopfschmerzen und Übelkeit. Ich dachte sogar schon darüber nach wie wohl ein Schweinegrippe-Erfahrungsbericht ankommen würde. Doch zwei Stunden Schlaf, einen Kaffee und eine ganzen Kanne Tee später, fand ich mich inmitten einer tobenden Menge wieder, auf und abspringend, im Bier meines Hintermannes badend, der Ekstase sehr Nahe. Mir gings wieder gut und ich war spontan zur Mediengruppe Telekommander gegangen. Ich hatte mich vorher nie wirklich auf die Band eingelassen. Schon oft hatten mir Leute erzählt, dass die ziemlich abgehen, aber die myspace-Hörproben konnten mich nicht richtig überzeugen. Ich ging trotzdem hin, live ist sowieso immer alles anders und Alternativen gab es nicht. Was für eine gute Entscheidung. Intelligent-ironische Texte trafen auf kreischende Gitarren, krachende Drums und einen zerfetzt-elektronischen Klangteppich. Musik zum Durchdrehen. Doch jetzt, da ich mich durch die Songs höre, um eine gute Empfehlung auszusprechen, spüre ich die Energie des gestrigen Abends nicht mehr so richtig. Die Musik der Mediengruppe scheint sich live erst richtig zu entfalten. Hier ein Track, der nicht ganz so abgeht wie die anderen, dafür aber auch über youtube gut kommt. Bei den anderen kann youtube die Energie einfach nicht transportieren. Also, zieht sie euch live rein falls ihr mal die Chance habt!

video painting.

Freitag, 23. Oktober 2009

Das ist ja so geil! Das Duo heißt Sweatshoppe. via

SWEATSHOPPE, 4spots, the landing extras from SWEATSHOPPE on Vimeo.

mein problem mit kaws.

Freitag, 23. Oktober 2009

Diese Modestrecke aus der November Ausgabe der französischen Vogue crasht zur Zeit die Blogs. Fotografiert von Mario Sorrenti und veredelt durch die Kunst vom allseits beliebten und abgefeierten KAWS. (Das stilistische Mittel des Durchstreichens ist eine wunderbare Errungenschaft der Bloggersphäre, viele besser als sinnlose “Gänsefüßchen”.) Sie ist aus mehreren Gründen bemerkenswert. Zum einen weil sie so gut ist und zum anderen wegen KAWS. Ich beobachte die Arbeit des 35-jährigen Amerikaners jetzt schon länger und muss sagen, dass er leider das beste Beispiel dafür ist wie der Kommerz die Kunst entzaubert. Kaws comichafte Figuren begegnen einem eigentlich nur noch als Layout in Hochglanzmagazinen, auf Klamotten (sei es seine eigene Marke OriginlaFake oder andere premium labels) und sogar auf Rucksäcken. Es scheint als ob er alles macht was irgendwie Kohle bringt. So ein Ausverkauf hat nichts mehr mit Kunst zu tun. Und deshalb finde ich es lächerlich, dass er überall immer noch dieses Etikett des jungen, frischen Künstlers angehängt bekommt. Irgendwo muss man doch die Linie ziehen. Kaws ist ein sehr guter Illustrator und Designer, der manchmal eine Ausstellung hat und kein Künstler, der manchmal eine kommerzielle Kollaboration macht. Aber das ist eines der Probleme dieser Hipster-Generation, zu der ich ja auch gehör, dass sie Kunst nicht in einem großen Zusammenhang betrachtet, sondern nur noch auf die visuellen Aspekte und den Freshness-Charakter reduziert. Kunst muss sich in den lifestyle einreihen. Dabei kann man doch beides losgelöst voneinander genießen. So wie diese Fotos. Wieso muss man KAWS Beitrag hierbei hervorheben und als Kunst titulieren? Das will mir einfach nicht einleuchten. Ebenfalls kritisch bin ich gegenüber dem Versuch von Marken und Labels sich in die Nähe jugendlicher Subkulturen wie Graffiti oder Skateboarding zu drängen und sich damit zu schmücken. Meistens geht es auch einfach nur schief, hat nichts mehr mit dem ganzen zu tun, ist einfach nicht authentisch. Doch hier ist es anders. Es fügt sich alles wunderbar zusammen. Haute Couture und urbanes Umfeld kontrastieren nicht, sondern ergeben eine tolle Komposition aus Form und Farbe.

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yeaaaaaaaaaaahhhhh.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Wow. Den ganzen Tag bewege ich mich schon wieder in diesem digitalem Wunderland, lache mich kaputt über Malibu (haahaha, so ein typ. ich komm nicht klar) und lasse mich von einem holländischen Trafohäuschen begeistern. Und als sich meine Session dem Ende zuneigt beschert es mir auch noch ein nachhaltiges Glücksgefühl. Eine wunderbare Vorfreude.
Ich habe nämlich vorhin mal wieder-ich überlege krampfhaft woher der Anstoß kam- im Blog von Nosaj Thing vorbeigeschaut. Nosaj Thing ist ein DJ und Produzent aus LA, der mich zuerst mit Aquarium flashte, welches mir dann auf man on the moon wieder begegnete, einem der besten Tracks auf Kid Cudis grandiosem Mixtape. Dann kam sein Debut Drift und ich wurde Fan. Was mich so erfreut ist die Ankündigung seiner Euopa-Tour. 30.10. BERLIN! Damit steht mein nächster Trip in die Hauptstadt sowas von fest. Er wird im ICON auflegen, indem ich auch schon zu Steve Aoki durchgedreht bin. Um euch einen flüchtigen Eindruck davon zu verschaffen wie genial dieser Typ ist, hier ein UNGLAUBLICH FETTES Video (ich bin so high von der Freude, irgendwie). Genauso hammer wie seine Sounds ist diese Lichtershow. HYPE!

Nosaj Thing Visual Show Compilation Test Shoot from Adam Guzman on Vimeo.