Archiv für September 2009

hypex.

Mittwoch, 30. September 2009

Ich weiß, mit diesem Post komme ich recht spät. Ich weiß auch, dass ich schonmal an diesem hype vorbeigelaufen bin. In den Blogs und in irgendwelchen Magazinen habe ich von dieser Band gelesen. Aber irgendwie müssen meine Ohren mit was anderem beschäftigt gewesen sein. Sie blieb mir auf jeden Fall nicht im Kopf. Doch dann stieß ich erneut mit The XX zusammen. Mit freiem Kopf und offenen Ohren. Crystalised floss aus den Boxen direkt auf den Highway meines musikalischen Geschmacks, baute einen Crash mit Kid Cudi und ordnete sich dann gekonnt in das bunte Gewusel ein. Und nun versinke ich im Debüt der unglaublichen jungen (altersdurchschnitt: 19) Londoner. Meinem Freund, dem Herbst, will ich einen gewissen Einfluss nicht absprechen, denn “XX” ist ein wunderbar unaufgeregtes, melancholisches Album. Nicht oft kann man sich einem Hype so bedingungslos anschliessen.

ein guter freund.

Mittwoch, 30. September 2009

Wenn du vorbei kommst fangen die Leute an zu tuscheln. Sie lästern über dich, über deine verschlossene Art. Sie mögen es nicht, dass sie dich nicht gleich durchschauen. Wenn du so traurig dreinblickst, dabei ein bisschen depressiv aussiehst, wollen sie sich am liebsten abwenden. Sie haben Angst, dass du sie ansteckst. Dass du sie zwingst ein bisschen nachzudenken. Über ihr Leben, ihr Tun. “Oh nein, warum muss der jetzt hier aufkreuzen”, die Reaktionen sind fast immer dieselben. Aber nicht jeder läuft den ganzen Tag grinsend in der Gegend rum und steckt alle mit seiner guten Laune an. Ausser dieser eine Naivling, ja, aber wir wissen beide, dass der übertreibt. Du bist einfach nicht so ein Typ. So ein oberflächlicher, eindimensionaler Kumpel für jedermann. Erst wenn man sich wirklich auf dich einlässt lernt man, dass dein Lachen, kurz aber ehrlich, viel schöner ist als das tagelange Gelächter dieses allseits beliebten Blenders. Und auch deine anderen Seiten schätze ich. Mit dir kann man auch mal einen ernsten Gedanken fassen, ein bisschen traurig sein, in sich gehen und im nächsten Moment neuen Optimismus finden. Herbst, du bist mir ein lieber Freund. Also setz dich zu mir, bleib ruhig hier und hör nicht auf die anderen.

ich versteh es nicht.

Dienstag, 29. September 2009

burger

Steck die Hand in den Toaster, schlag den Kopf gegen die Wand. Reib dir Chilli in die Augen, nimm die Klinge in die Hand. Solange bis es weh tut. Dann zünd’ dir eine an.

nochmal visuell.

Montag, 28. September 2009

Ich weiß leider nicht ob dieses schöne Stück der wunderbaren Welt der polnischen Filmposter zuzuordnen ist. Aber es könnte sich dort nahtlos einfügen. Wie viele der polnischen Designs besticht auch dieses durch seine Einfachheit.

dark knight

überwachung bringt einfach keinen spaß.

Montag, 28. September 2009

Ein Zahnarzttermin verhindert für heute vorerst, dass sich hier viele Buchstaben zusammen finden. Daher visueller Inhalt, der auch ohne viele Worte auskommt.

überwachung

via

grace jones, frei interpretiert.

Sonntag, 27. September 2009

Sehr eigenwillige Grace Jones Hommage. Das berühmte Foto der exzentrischen Stilikone machte ihr damaliger Mann Jean Paul Goude 1978 in New York.
grace jones

via

das grab des pinken hasen.

Samstag, 26. September 2009

Es war nicht leicht für ihn. Soviel ist sicher. Als riesiger Hase, mit pinker Haut. Ein Outsider, ein Freak. Jetzt ist er tot und hat hoffentlich seine Ruhe gefunden. In den italienischen Alpen.
Fünf Jahre hat das vierköpfige Künstlerkollektiv gelitin an dem pinken Giganten genäht. 20 Jahre soll er dort liegen bleiben. Wanderer sollen unvorbereitet auf ihn treffen, Kunst-Pilgerer sollen ihn besuchen. Man kann es sich auf seinem weichen Buch bequem machen, ne Runde pennen, herumspringen und im Winter wird er vielleicht zur Snowboard-Schnaze. yeeeeah. ich finds geil. via

hase
hase1

got me.

Samstag, 26. September 2009

Dieses Video einer menschlichen Lichtinstallation in den Straßen von San Francisco, mit nerdiger Tetris-Hommage und ganz vielen (vermeintlichen) Skateboarden, braucht an sich keinen Begleittext. Ist alles cool genug.
Doch schon während des Guckens wundert man sich wie smooth sich die Skater bewegen, als glitten sie mit einem Snowboard über Schnee. Und dann wird einem klar, das sind keine Skateboards und das ist kein Kunstvideo. Das ist irgendeine ganz neue Boardgeneration und das ist Werbung. Virales Marketing in your face. Aber wenn Werbung so ungezwungen, so kreativ ist, dann erlaube ich ihr gerne mich ein bisschen zu verarschen. Das Ganze hat bei mir voll eingeschlagen. Also habe ich recherchiert und rausgefunden, dass sich die Teile Freeboards nennen und der Macher das Fahrgefühl des Snowboards auf die Straße bringen wollte. “That would be the coolest ride ever”, dachte er sich damals. Sieht auf jeden Fall deutlich geiler aus als die sonstigen Versuche dem guten alten Skateboard den Rang abzulaufen.

wenigstens was gewonnen.

Donnerstag, 24. September 2009

Heute habe ich mich in eine der wenigen Kunst-Institutionen Hannovers begeben, in die Kestner Gesellschaft, um dort einer Diskussion über zeitgenössische Kunst mit den Autoren Steen Kittl und Christian Saehrendt zu lauschen. Dass es darum gehen würde hatte ich zumindest gelesen. Allerdings war es viel
mehr eine Lesung mit dem Schwerpunkt auf dem zweiten Buch der beiden ehemaligen Kunstschulabsolventen. “das sagt mir kunst”. Ein Wörterbuch für Kunstbegriffe. Leider nicht das was ich im Vorfeld erwartet hatte. Zumal alles sehr ironisch vorgetragen wurde, die Kunst etwas veralbert wurde, um eben auch die Banusen für dieses hässlich unbekannte, strahlend schöne Monstrum Kunst zu begeistern. “ja, oftmals mag es befremdlich bescheuert sein, aber eigentlich ist es alles ganz schön”. So in etwa darf man die Autoren verstehen. Sie wollen Berührungsängste abbauen. Das ist auch ein wunderbarer Ansatz, auch Anekdoten und Ironie ließen mich schmunzeln, doch es brauchte ein exemplar des
ersten buches, was will kunst, das ich im anschliessenden quiz gewann, um
mich vollends mit meinen enttäuschten Erwartungen zu versöhnen. (entschuldigt stilistische mängel
des textes. Sitz grad wartend im
auto und tippe sie worte in mein telefon ;) )

so muss ein tag enden.

Mittwoch, 23. September 2009

Ich hätte nicht gedacht, dass BLU mich nach seinem unglaublichen MUTO nochmal so flashen wird. Aber in Zusammenarbeit mit dem Amerikaner David Ellis ist in Italien das Wunderwerk COMBO entstanden, das BLU heute veröffentlicht hat. Die Farbenfreude von Ellis hievt BLUs Stil nochmal auf eine andere Ebene. Ich liebe dieses Video. 4 Minuten wunderbarer Kunst. (Lasst euch nicht verwirren. Das Video beginnt nach dem Ende einfach neu)