Archiv für die Kategorie ‘cinéaste’

jean-teddy filippes “verbotene aufnahmen”.

Dienstag, 02. November 2010

Ich habe keinen Fernsehanschluss mehr. Das ist sehr gut. Man kann seine Zeit sehr viel stilvoller verschwenden. Allerdings kann ich nicht sagen, dass ich vollkommen los bin vom Fernsehen. Denn regelmäßig checke ich die Arte-Mediathek, das muss sein, auf Arte kann ich nicht verzichten. Das ist einfach wahnsinnig gutes Fernsehen. Vor dem Einschlafen greife ich zum Buch oder, und ich gebe zu eher meistens, zu einer Doku. So wie gestern. Irgendwas über Wolken. Ich war schon fast eingeschlafen, wollte den laptop wegstellen und dann sehe ich in der rechten Empfehlungsleiste diesen Titel “Verbotene Aufnahmen (1/12)”. Die Neugier vertrieb die Müdigkeit und auf einmal fand ich mich in surrealen schwarz-weiß-Landschaften wieder. Geniale Bilder, wunderschön und verstörend zu gleich. Was sollte das? Diese Verbotenen Aufnahmen? Alle irgendwie in einem ähnlichen Stil und doch ganz verschieden, überall auf der Welt aufgenommen. Alle dokumentierten in irgendeiner Weise Ereignisse, die man so nicht fassen konnte, nicht verstehen. Die einen fragend und ein bisschen verstört zurückließen. Ich versuchte zu recherchieren aber es gab einfach nichts Konkretes. Ich lag in meinem Bett und war einfach nur geflasht von der Genialität dieser Reihe. Wer auch immer sie inszeniert hat, ein großer Visionär. Ich danke Arte, dass sie uns diese Schätze zugänglich machen. Bisher sind schon sieben online und jede Woche werden zwei weitere hochgeladen. Großartig.

und jetzt kommt mal hier drauf klar.

Samstag, 16. Oktober 2010

Tales of the Unexpected from More Soon on Vimeo.

’serious delirium, bill fucking murray’

Samstag, 16. Oktober 2010

1

Samstag, 02. Oktober 2010

Wie schnell sowas geht. Da ist man zwei Wochen nicht in der Stadt und schon ereilen einen sehnsüchtige Gedanken wenn man sie so schön und liebevoll in Szene gesetzt sieht. Bis Montag Schönheit.

Ausserdem wird es ab jetzt wieder produktiv. Hilft ja alles nichts. Die Zeiten der Ausreden und Verdrängung sind endgültig vorbei. Es muss was passieren. Vielleicht nur blinder Aktionismus, aber auf jeden Fall da wo es alle sehen können. Irgendwo im Internetz.

moon.

Freitag, 13. August 2010

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Vor etwa einem Jahr las ich online das erste überschwängliche Review, seit etwa einem halben Jahr steht er im Regal meiner Videothek und seit 1 Monat ist er bei uns landesweit in den Kinos. MOON. Ich weiß nicht warum so ein Film mit solch einer Verspätung ins Kino kommt, warum sich anscheinend kein Verleih findet, warum keiner erkennt, dass es sowas wie eine intern(et)ationale Dynamik gibt und MOON sicher härter eingeschlagen wäre, wenn er nicht 1 Jahr lang abgekühlt wäre. Aber egal, darum soll es nicht gehen.

Alles was ich sagen will: Guckt diesen Film. MOON ist Ästhetik, Spannung, Fantasie und dann Psychologie. Unaufgeregt und ohne großes Budget ausgestattet, erschafft Duncan Jones ein realitätsnahes Szenario. Ein Mann arbeitet auf dem Mond für das Fortbestehen unserer Zivilisation. Drei Jahre Einsamkeit in den unendlichen Weiten. Unser Charakter heißt Sam Bell und wir begegnen ihm kurz vor dem Ende dieser dreijährigen Leidenszeit. Die Einsamkeit und die Sehnsucht nach seiner Familie reißen sein Nervenkostüm langsam in Stücke. “Its been way to long,” sagt er in einer Videobotschaft an die Erde, man solle sich gut überlegen ob seine Ablösung den 3-Jahres-Rhythmus beibehalten könne. “Iam talking to my self”..
Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal Schauspiel so sehr bewundert habe wie in MOON. Sam Rockwell spielt so abartig grandios, so extrem, dass man (SORREY BUT) einfach nur mitleidet. An dieser Stelle auch einfach mal Shoutouts an die Makeup-Menschen, grandiose Maske.
Ich bin wirklich dankbar, dass es mit CARGO und MOON mal wieder Filme gibt, die sich ambitioniert und ohne große Effekt-Orgasmen an das Science-Fiction-Genre wagen. Es steckt soviel Potential darin, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass Meilensteine wie 2001, Star Wars oder Blade Runner das Genre irgendwie blockieren , weil sich jeder Film mit ihnen messen muss oder auch will. Auch in MOON findet sich mit Roboter Gerty eine fettes 2001-Zitat. Wenn auch bewusst verdreht. Sci-Fi muss mal erwachsen werden, die Wurzeln nicht verleugnen, aber eben auch keine Angst vor ihnen haben. Guckt MOON, space out.

‘drunk girls’

Dienstag, 20. April 2010

Mittlerweile habe ich schon oft genug postuliert, dass ich Spike Jonze für einen der besten, kreativsten, innovativsten und radikalsten Hollywood-Regisseure halte. Er dreht selten ein ((Werbe)Musik))-Video was mir nicht gefällt. Seine neuste Arbeit ist das Musikvideo für LCD-Soundsystem, die Elektro-Punk-Combo von James Murphy. Und ja, das Ganze ist wieder mal genial. Anfangs ist man skeptisch, weder der Look überzeugt, noch die Szenerie. Man ist verwirrt ob der seltsam maskierten Hunde-Menschen (oder Pandas?) in weißen Anzügen, die irgendwie billig aussehen. Keine Schnitte. Und dann eskaliert alles und die Band ist dieser weißen Gang vollkommen ausgeliefert, muss den Song aber noch zu Ende performen. Wird geschlagen, gedemütigt, ausgelacht. Unbeschreiblich wie viele Interpretationsmöglichkeiten dieses vom Chaos regierte und inszenierte Video zulässt. Spiiiiiiiiiiiike.

Bei you-copyrightyourass-tube kann man das Video natürlich nicht sehen. Eine gute Alternative ist Tape.tv, wobei ich es nicht einbinden kann. drunk girls

don’t you compare me ’cause there ain’t nobody near me. they don’t see me, but they hear me. they don’t feel me, but they fear me.

Montag, 08. Februar 2010

Unfreiwillig lange Pause. Nehmen wir den Wochenanfang zum Anlass hier wieder ein bisschen Leben reinzubringen.
“Tha Carter Documentary”, die Doku über Lil Wayne, von der Kritik gefeiert, ist endlich bei youtube aufgetaucht. In toller Qualität.
Man muss keine besondere Affinität zu HipHop haben, um ihr etwas abzugewinnen. Denn es geht um mehr als Beats und Autotune. Man sieht wie sich ein Mensch in seinem Erfolg, in seiner Popularität verliert, die Realität in einem lila Gesöff ertränkt, in seine eigene Welt einzieht und sich dann da zum König krönt. Ein Stück Zeitgeist, ein Stück Popkultur. Sehenswert.

Part 1 von 8.

“me and the devil walking side by side”

Samstag, 16. Januar 2010

So dunkel, so düster, zeigt dieses Video die Dämonen der Nacht, die Verteuflung der Jugend. Atmet die Luft des New Yorker Undergrounds. Gil Scott-Herons Gesang fährt mir durch Mark und Bein und ich freu mich auf die Nacht. Weil in der Dunkelheit soviel Wahrheit begraben liegt und man auch mit dem Teufel ziemlich gut Party machen kann. Danke, MC.

avatar-photoshop-skilloz

Mittwoch, 06. Januar 2010

Avatar ist auf dem Weg der erfolgreichste Film aller Zeiten zu werden. Reicht das irgendwie als Einleitung?

ein schulvideo.

Montag, 21. Dezember 2009

Ziemlich großartig.

Die Hintergründe auch in Videoform. Wegen Weihnachten und so.