Archiv für die Kategorie ‘formen’

Verner Panton.

Sonntag, 20. Dezember 2009

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Heute hat mich Kanye West in seinem Blog auf Verner Panton gestoßen. Panton war ein dänischer Designer, Innenarchitekt und Stoner, so viel ist sicher. Denn seine Arbeiten beschreibt man am Besten mit dem Adjektiv psychedelisch. Diese Raumkonstruktionen, die Formen und Farben sind ja ein einziger Trip. Ein sehr schöner. Ich vermute, dass seine Kunden hauptsächlich vermögende Hippies waren, für die er die Gefühlswelten von Woodstock, Flowerpower etc. in Möbel bannte und konservierte. Das meiste stammt aus der Zeit um 1970. Ich glaube die Welt wäre ein besserer Ort wenn jedes Haus mindestens einen abgespacten Raum im Pantonischen Stil hätte. Heute ist gutes Design ja meist weiß, kantig, hypermodern und dabei oft einfach nur emotionslos. Ich feiere diesen Stil auch des Öfteren ab, aber manchmal funktioniert es einfach nicht. Manchmal ist es so beliebig und dadurch so egal. Was schlimmeres kann Design nicht passieren. Welchen Wert hat ein Raum, eingerichtet wie ein Raumschiff der NASA, indem man aber nichts fühlt, weil keine Emotion drin steckt, alles nur clean und futuristisch ist? Bei Panton ist es anders. Egal ob mans grässlich findet oder wunderbar, man fühlt es.
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Mehr Bilder nach dem Sprung. (weiterlesen…)

leuchtend.

Montag, 16. November 2009

Dieses Gebäude mit einer fantastisch-futuristischen Aussenarchitektur steht in Singapur. Die Videos zeigen angeblich Testläufe. Trotz aller Schönheit und gestalterischer Genialität kann man allerdings nur hoffen, dass die Lichter nach der Testphase nicht Tag und Nacht herumblinken werden. Kopenhagen wird es bestimmt nicht regeln.

letzte nacht.

Freitag, 02. Oktober 2009

Mittten in der Nacht wache ich auf. Mein Kopf dröhnt. Pochende Schmerzen. Ich drehe mich auf die andere Seite und versuche wieder einzuschlafen. Doch die Kopfschmerzen haben sich schon längst an die Macht in meinem Kopf geputscht und kontrollieren meine Gedanken. Tausende Bilder rasen an mir vorbei, verschmelzen miteinander, werden abstrahiert-die vollkommene Reizüberflutung. Es scheint als hätten die Kopfschmerzen meine Informationsverarbeitungsmaschiene, meine Traumwelt, zerstört. All diese Eindrücke und Informationen die sonst in irgendeinem Traum unterkommen, prasseln jetzt ungefiltert und vollkommen wilkürlich auf mein Bewusstsein ein. Ein Gesicht wird zur Fratze, aus der Fratze wird Architektur (so abstrakt, frank gehry wäre stolz gewesen), dem Bauwerk wachsen Fühler, der riesige Käfer ist aber sofort verschwunden, verdrängt von einem singenden afrikanischen Stamm. Ich versuche Einfluss zu nehmen. Irgendein Bild zu fokussieren, zur Ruhe zu kommen.
Wer hat sich diesen scheiss mit den schäfchen ausgedacht? Noch bevor das erste über den Zaun gesprungen ist, sind die
Afrikaner schon wieder da. Doch dann gelingt es mir. Ich gleite an der Oberläche eines futuristischen Gebäudes entlag. Es hat keinerlei Kanten, aber ganz viele Wölbungen, so ähnlich wie das Phaeno in Wolfsburg, nur das meines viel größer ist. Die Oberfläche ist unvorstellbar glatt. Alles ist in unaufgeregtem grau gehalten. Überhaupt ist das Ganze sehr unaufgeregt, sehr simpel
und doch so schön..
Am Ende dieser Odyssee bleibt offen ob es an diesen Formen liegt oder an der doch noch einsetzenden Wirkung des lange zuvor eingeworfenen Aspirins, dass mich die Kopfschmerzen endlich in Ruhe lassen.