Archiv für die Kategorie ‘l'art pour l'art’

meisterwerk.

Donnerstag, 08. Juli 2010

BLU hatten wir hier schon diverse Male. Was er macht ist einfach schön. Und auch sein neustes Werk verdient jeden einzelnen Blogpost und den ganzen Hype. Das ist einfach unterhaltsame Kunst.

für meine lieben raucher-freunde.

Montag, 12. April 2010

von Gino & The Garlic Myth   via IGNANT

wieder da.

Montag, 15. März 2010

Kumi Yamashita ist sensationell. Oh man. Ich bin grad vollkommen platt. Die freaks in der japanischen Show sind ein bisschen schwer auszuhalten aber dieses Video ist eine sehr gute Zusammenfassung ihres Werkes. Schattenspiele und Bindfäden, ihre Arbeiten sind so unglaublich aufwendig und im Ergebnis doch nur von simpler Schönheit, ruhig und geduldig, wie der Prozess ihrer Erschaffung. via

ein zusammengestolperter post.

Dienstag, 26. Januar 2010

Du bist Kunststudentin. Mit deiner Klasse und dem von dir verehrten Prof besucht ihr das Metropolitan Museum of Art in New York. Du bist sehr glücklich, weil das so ein bedeutender Ort ist und weil dich die ganze Kunst so sehr inspiriert. Also stolperst du und zerreißt ein bedeutendes Gemälde, einen Picasso, im Wert von ca 143 Millionen Dollar. Es ist so ein Moment indem es sich entscheidet. Indem du zerbrichst oder eben nicht. Wenn man sich auch schon einmal so richtig geschämt hat dann weiß man, dass diese Frau jetzt ein anderes Leben führt. Dieser Moment indem alle Augen auf ihr ruhten, die Security angesprintet kam, wird ihr immer im Gedächtnis bleiben. Wahrscheinlich wird sie nie wieder ein Museum betreten. Vielleicht wird sie ihr Studium beenden weil sie für ihre Kommilitonen nur noch “that girl who killed pablo” ist. Vielleicht macht sie den Moment aber auch zum Mittelpunkt ihrer eigenen Kunst. Auf jeden Fall ist ihr Leben jetzt voll neuer Energie und Impulse und es liegt nur an ihr was sie draus macht. Also hör auf immer mit offenen Augen durchs Leben zu gehen. Stolper einfach mal den Weg entlang. Vielleicht knallst du in ein Picasso-Gemälde, in deine nächste Beziehung oder in die Idee deines Lebens. Zufall man. Der Kunstrestaurator sagt jedenfalls, dass Picasso wieder wird. Der hätte sich auf jeden Fall darüber gefreut, dass seine Kunst ein Leben verändert.

Verner Panton.

Sonntag, 20. Dezember 2009

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Heute hat mich Kanye West in seinem Blog auf Verner Panton gestoßen. Panton war ein dänischer Designer, Innenarchitekt und Stoner, so viel ist sicher. Denn seine Arbeiten beschreibt man am Besten mit dem Adjektiv psychedelisch. Diese Raumkonstruktionen, die Formen und Farben sind ja ein einziger Trip. Ein sehr schöner. Ich vermute, dass seine Kunden hauptsächlich vermögende Hippies waren, für die er die Gefühlswelten von Woodstock, Flowerpower etc. in Möbel bannte und konservierte. Das meiste stammt aus der Zeit um 1970. Ich glaube die Welt wäre ein besserer Ort wenn jedes Haus mindestens einen abgespacten Raum im Pantonischen Stil hätte. Heute ist gutes Design ja meist weiß, kantig, hypermodern und dabei oft einfach nur emotionslos. Ich feiere diesen Stil auch des Öfteren ab, aber manchmal funktioniert es einfach nicht. Manchmal ist es so beliebig und dadurch so egal. Was schlimmeres kann Design nicht passieren. Welchen Wert hat ein Raum, eingerichtet wie ein Raumschiff der NASA, indem man aber nichts fühlt, weil keine Emotion drin steckt, alles nur clean und futuristisch ist? Bei Panton ist es anders. Egal ob mans grässlich findet oder wunderbar, man fühlt es.
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Mehr Bilder nach dem Sprung. (weiterlesen…)

puppen-spiel.

Montag, 14. Dezember 2009

Man stelle sich vor jeder würde so eine Puppe haben, die die Gefühle auslebt, die man unterdrücken muss oder möchte. Ich stelle mir gerade eine langweilige Vorlesung in irgendeiner deutschen Uni vor. Alle Studenten hängen über ihren Blöcken, zwingen sich zuzuhören und unter den Tischen feiern die Puppen ein gigantisches Fest. Alle genauso bunt und durchgeknallt wie auf diesen wunderbaren Bildern. von reed and rader.

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luis und lucia.

Freitag, 11. Dezember 2009

wooaaah, flash, flash. Diese beiden zusammenhängenden Stop-Motion-Filme aus Chile habe ich bei der diesjährigen Illustrative in Berlin gesehen. Wie froh ich bin, dass sie jetzt bei youtube aufgetaucht sind. Ich war damals wirklich begeistert und bin es noch. Die Clips haben soviel Atmosphäre, sind so eindringlich und gut gemacht, dass das Gruseln eine wahre Freude ist. Auch wenn beide jeweils 5 Minuten dauern, guckt sie euch an. Sie sind so grandios. Unglaublich.

jean-michel.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Eine meiner Lieblingsszenen aus einem meiner Lieblingsfilme über einen meiner Lieblingskünstler. Basquiat, 1996, von Julian Schnabel

He says he’s jealous of the moon, because you look at it. He’s jealous of the sun, because it warms you. He says, “I feel you, even when I’m not feeling you. I talk to you when I’m not talking to you. I love you, even when I’m not loving you.”… you know I love you.

anika lori.

Freitag, 04. Dezember 2009

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Leute.. ich bin schon wieder krank. Kann das sein? Mein Immunsystem ist Vincent Vega und die scheiss Bazillen sind Butch. Ja. Ihr wisst wie das endet. Einmal nicht aufgepasst, unachtsam gewesen und Baam. Vorbei. Nase läuft, Kreislauf am Boden. Zum Glück hatte ich keine Wochenendpläne um die man großartig trauern müsste. Ich wollte nur ganz viel arbeiten und ganz viel schaffen. Haha. Ja, ein bisschen Selbstbetrug ist das auch. Naja. Ich schaffe zwar selber nichts, aber ich kann immer noch das Schaffen der anderen bewundern. Heute bin ich auf die Dänin Anika Lori gestoßen. Sie wird von der V1 Gallery vertreten, die sich durch Banksy und Shepard Fairey (der mit dem Obama-Portrait) einen Namen gemacht hat. Lori ist mit den Collagen bekannt geworden, die ihr hier seht. Ihre neueren Sachen, Malereien und Skulpturen, gefallen mir leider nicht mehr so gut. Die Collagen überzeugen durch ihre simple aber eingängige Symbolik, die sich mit den Popkultur-Referenzen vermischt und so relativ klare Interpretationen zulässt. Man kann ein bisschen drüber nachdenken und es sieht noch gut aus. Golden Boys (das erste) ist einfach so gut, obwohl ich nie gedacht hätte, dass ich mal blasphemische Kunst gegenüber 2pac abfeiern würde. Er war doch mein Held, mit 12, als wir das “thug life” lebten. Was für Zeiten.

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steppenwolf.

Mittwoch, 02. Dezember 2009

“Sie haben, Herr Goethe, gleich allen großen Geistern die Fragwürdigkeit, die Hoffnungslosigkeit des Menschenlebens deutlich erkannt und gefühlt: die Herrlichkeit des Augenblicks und sein elendes Verwelken, die Unmöglichkeit, eine schöne Höhe des Gefühls anders zu bezahlen als durch die Kerkerschaft des Alltags, die brennende Sehnsucht nach dem Reich des Geistes, die mit der ebenso brennenden und ebenso heiligen Liebe zur Unschuld der Natur in ewigem tödlichem Kampfe liegt, dies ganz furchtbarste Schweben im Leeren und Ungewissen, dies Verurteiltsein zum Vergänglichen, niemals Vollgültigen, ewig Versuchhaften und Dilettantischen – kurz, die ganze Aussichtslosigkeit, Verstiegenheit und brennende Verzweiflung des Menschseins.”

Nicht die einzige schmerzhafte Wahrheit in Herman Hesses Steppenwolf. Brennende Empfehlung.